Unser Verein verbindet Länder und Menschen

Der Städtepartnerschaftsverein ist ein Kind der nicaraguensischen Revolution von 1979. Nach der langen Diktatur unter Somoza gelang der großen sozialen, politischen und demokratischen Befreiungsbewegung eine demokratische Entwicklung in einem der ärmsten Länder Lateinamerikas.

Enrique Schmidt Cuadra war in den siebziger Jahren Student in Köln. Er wurde später Minister seines Landes, blieb aber mit seinen Kölner Freunden in Kontakt und berichtete über die damals noch verheerenden Zustände in Nicaragua. Auf Anregung seines Freundeskreises, wurde die offizielle Städtepartnerschaft zwischen Köln und den zwei vergleichsweise kleinen Gemeinden Corinto und El Realejo gegründet. Diese Partnerschaft besteht nun seit 1988 und ist über alle politischen Wenden lebendig geblieben.

Unsere Ziele

Kölns ehemaliger Oberbürgermeister Norbert Burger hat einmal gesagt. „Die Städtepartnerschaft ist ein Beitrag zur Völkerverständigung und Friedenspolitik.“

Wir fördern und fordern die stetige Entwicklung unserer Partnerschaft zwischen Bürgern, Rat und Verwaltung der Städte, in dem wir:

  • mit verschiedenen Projekten Aufbau- und Entwicklungshilfe in den Themenfeldern Jugend, Gesundheit und Umwelt leisten sowie
  • Informationsveranstaltungen zu politischen Entwicklungen durchführen.

Im Kölner Stadtbild präsentiert sich unsere Partnerschaft mit der »Corintostraße« und dem »Enrique-Schmidt-Cuadra-Weg«.
Wir möchten daran erinnern, dass Verantwortung und Solidarität nicht an politische und andere Konjunkturen gebunden sind. Wir setzen uns dafür ein, dass das auch in Zukunft so bleibt.

Daran arbeiten wir eng mit dem Referat für internationale Angelegenheiten der Stadt Köln zusammen.

Die Basis unseres Vereins – unsere Mitglieder

In unserem Verein sind Kölner BürgerInnen quer durch alle sozialen und politischen Schichten und Altersgruppen aktiv.

Unser Vorstand trifft sich jeden ersten Montag im Monat zu einem offenen Treffen, zu dem alle Mitglieder und Interessierte eingeladen sind. Wir arbeiten eng mit dem Büro für Internationale Angelegenheiten der Stadt Köln zusammen.

Wir sind in Köln gut vernetzt. Es bestehen enge Kontakte zu lateinamerikanischen Organisationen, dem Netzwerk »Eine-Welt Stadt Köln«, Parteien, Kirchen und Gewerkschaften sowie zu KünstlerInnen, der Universität Köln und diversen Schulen.

Unsere aktuellen Partner:

  • Willy-Brandt-Gesamtschule in Köln-Höhenhaus
  • Spanisch-Klassen der Europaschule in Kerpen
  • Kreiskatholikenausschuss in Köln
  • Carl-Duisberg-Stiftung
  • Engagement Global gGmbH

Unser Vorstand

Unser Vorstand verantwortet und koordiniert die einzelnen Projekte und vertritt den Gesamtverein nach außen.

Maria Suarez-Martinez

1. Vorsitzende

Maria Suarez-Martinez ist unsere „Presidenta“, die 1. Vorsitzende.

E-Mail schreiben

Karl (Kalle) Lichtenberg

2. Vorsitzender, Organisation und Kasse

2004 begann ich mit dem SOMOS-Projekt. Seit 2010 bin ich mit immer neuen Ideen im Vorstand.

E-Mail schreiben

Uschi Zöller

Ich bin von der Arbeit meiner Schülerinnen und Schüler in der Europa-Schule Kerpen völlig begeistert und gestalte mit ihnen und der Willy-Brand-Gesamtschule das SOMOS-Projekt und die Mangrovenprojekte.

E-Mail schreiben

Georg Steinhausen

Seit 25 Jahren bin ich der Zirkusdirektor mit den „Radelitos“ der Willy-Brandt-Gesamtschule in Köln-Höhenhaus und seit 2005 organisiere ich unser „SOMOS-Wir-sind!“–Projekt gemeinsam mit den „Colorintos“in Corinto.

E-Mail schreiben

Ursula Vences

Ich bin für die Kölner Partnerstädte Corinto und El Realejo in Nicaragua seit Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts engagiert, als es sich noch um einen Freundeskreis handelte, der nach dem Sieg der Sandinistischen Revolution der Zivilbevölkerung des Landes seine Solidarität zeigte.  Als Lehrerin für Spanisch setze ich mich für Schulpartnerschaften ein. Gruppen beider Länder begegnen sich hier und dort persönlich – das ist ein großartiger Beitrag zur Völkerverständigung und damit zum Frieden.

Ernst Pohontsch

Mitglied im Verein bin ich seit Jahrzehnten. Die engen Bindungen nach Nicaragua brachten mich zum Verein. Ich bin seit 2013 im Vorstand. Neben all den Pädagogen bringe ich mein technisches Know-How ein.

E-Mail schreiben

Am 19. Juli eroberte die Frente Sandinista de Liberacion Nacional (FSLN) die Hauptstadt Nicaraguas, Managua. Der Diktator Anastasio Somoza , dessen Familienclan schon unter seinem gleichnamigen Vater seit über 40 Jahren eine blutige Diktatur in dem kleinen Mittelamerikanischen Land errichtet hatte, floh. Von diesem Zeitpunkt an bildeten sich überall auf der Welt Solidaritätsgruppen zur Unterstützung der Revolution.

Die USA bekämpften von Anfang an die Sandinistische Regierung und begannen mit der massiven finanziellen und militärischen Unterstützung der sich herausbildenden somozistischen Guerrilla (Contra), die den bewaffneten Kampf gegen das „Neue Nicaragua“ aufnahm. Fischerboote

Die damals bedeutendste Hafenstadt Nicaraguas, Corinto, bekam den „schmutzigen“ Krieg der Contra, der US-Regierung und des CIA besonders zu spüren. Im Oktober 1983 wurden von einem Schnellboot 5 Treibstofftanks in Corinto in Brand geschossen und brannten total aus. Nur glückliche Windverhältnisse verhinderten eine vollkommene Vernichtung der Stadt und ihrer Einwohner. Im Frühjahr 1984 wurde der Hafen von Corinto durch die CIA vermint, um dem Land den Lebensnerv abzuschneiden.

Am 5. November 1984 fiel der Sandinist und damalige Postminister Nicaraguas Enrique Schmidt Cuadra im Kampf gegen die Contra. Dieses Ereignis bewirkte die Gründung einer NicaraguaÐSolidaritätsgruppe in Köln. Enrique Schmidt hatte als Student viele Jahre in Köln gelebt , er war Auslandsreferent des AStA der Universität Köln und Mitglied der legendären „Kinderhilfe Lateinamerika“. Dies war ein Zusammenschluß von Lateinamerikanerinnen und Lateinamerikanern gemeinsam mit Deutschen. Die „Kinderhilfe“ unterhielt vielfältige Kontakte in alle Länder Lateinamerikas und rief zahlreiche Solidaritäts- und Hilfsaktionen ins Leben. Enrique Schmidt hatte aus diesen Gründen in Köln viele persönliche und politische Freundinnen und Freunde. In der Kölner Lokalpresse erschienen für Enrique Schmidt mehrere Todesanzeigen seiner Freundinnen und Freunde. Aus Anlaß seines Todes fanden sich spontan viele Menschen zu einer Mahnwache vor dem „Amerikahaus“ in Köln, dem Kulturinstitut der USA, ein. Am 15. November 1985 kamen über 300 Menschen zu einer Trauer- und Protestversammlung im Jugendzentrum Köln-Sülz zusammen und beschlossen dort zur Gründung einer Nicaragua-Solidaritätsgruppe in Köln aufzurufen. Durch die enge Verbindung von Enrique Schmidt mit Köln, wurde seine Geburtsstadt Corinto später als Partnerstadt für Köln ausgewählt.

Im Jahr 1985 kamen zahlreiche Aktivitäten zu Nicaragua in Gang. Am 3. Januar wurde die „Nicaragua Koordination Köln“ gegründet. Zu Anfang war dies eine Koordinationsgruppe unterschiedlichster kirchlicher, politischer, parteipolitischer und gewerkschaftlicher Gruppen. Es handelte sich um eine klassische Bündnisstruktur, in der von Jusos bis zu Autonomen, vom Uni-AStA bis zur Evangelischen Bepflanzung der MangrovenStudentengemeinde (ESG) alles vertreten war.

Aus der Nica-Koordination wurde schon einen Monat später, am 11.Februar, der als gemeinnützig anerkannte „Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Corinto e.V.“ (später mit dem Zusatz :“El Realejo“) gegründet. Die Gründung des Vereins war Ausdruck der bundesweit und international geführten Diskussion, daß eine wirkungsvolle Unterstützung der Nicaraguanischen Revolution darin bestehen könnte, weltweit möglichst viele offizielle Städtepartnerschaften mit Städten in Nicaragua einzugehen. Die Vereinsgründung wurde auch notwendig, um mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit offiziell Spenden sammeln zu können und gegenüber öffentlichen Institutionen , wie der Stadt Köln und später dem Land NRW, Projektanträge stellen und öffentliche Mittel beantragen zu können.

Am 7. März gab es nach intensiver Vorarbeit auf verschiedenen Ebenen, einen Beschluß des Rates der Stadt Köln mit den Stimmen von SPD und GRüNEN, der „über eine dauerhafte Beziehung eine Städtepartnerschaft mit Nicaragua herbeiführen sollte“. Die CDU und deren Ratsfraktion war entschieden gegen den Beschluß, um sich damit der USA-Führung unter Präsident Reagen anzudienen, der gerade eine Wirtschaftsblockade gegen Nicaragua verfügt hatte. Von diesen Zeitpunkt an bis über die folgenden Jahre fanden zahllose Informatins- und Kulturveranstaltungen zu Nicaragua und der Stadt Corinto statt. Die größte war die Veranstaltung mit Ernesto Cardenal im Herbst 1985 mit 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

In diesen Jahren kam es zu zahlreichen Besuchen aus Nicaragua, die stets mit größeren und kleineren Veranstaltungen verbunden wurden. Fast immer empfing der Oberbürgermeister der Stadt Köln, Norbert Burger; die Gäste im Rathaus. Umgekehrt wurden von seiten der Kölner DGB-Jugend regelmäßig Arbeitscamps in Nicaragua organisiert, einige auch in Corinto. An diesen Camps nahmen im Laufe der Zeit viele Mitglieder der Nica-Koordination und des Städtepartnerschaftsvereins teil.

Im Januar 1986 fand in Rotterdam ein erstes Treffen mit anderen europäischen SStrand Corintoolidaritätsgruppen statt, die in Kontakt mit Corinto standen und entweder bereits eine Städtepartnerschaft mit Corinto hatten oder diese anstrebten. Es waren die Gruppen aus Köln, Bremen, Rotterdam ,Liverpool und Aalborg vertreten. Zu diesen Treffen wurde von dieser Zeit an jährlich in eine andere europäische Stadt eingeladen. Sie dienten der engen Abstimmung der Initiativen in den einzelnen Städten. Aus diesen Kontakten entwickelten sich auch Formen enger Zusammenarbeit, wie die gemeinsame Trägerschaft von Köln und Bremen bei der Kfz-Reparatur- und Ausbildungswerkstatt in Corinto (Taller Enrique Schmidt Corinto / TESCO), oder die gemeinsame Verschickung von Containern durch Rotterdam und Köln. Im Juni stellte der Rat der Stadt Köln 250.000 DM für TESCO zur Verfügung, sowie jeweils 20.000 DM für ein Arbeitscamp der DGB-Jugend Köln und für ein Gesundheitszentrum, beides ebenfalls in Corinto.

Das Jahr 1988 krönte schließlich die Bemühungen um die Gründung einer Städtepartnerschaft mit Nicaragua. Vom 12. bis 14. April fuhr der damalige Oberbürgermeister Norbert Burger zu einem Freundschaftsbesuch nach Corinto. Dort erklärte er seine Bereitschaft, eine Städtepartnerschaft mit Corinto einzugehen. Auf Wunsch der Gastgeber sollte die Nachbargemeinde El Realejo in die Partnerschaft mit einbezogen werden. Burger entsprach diesem Wunsch. So kam es zu der bisher in Köln einmaligen Doppelpartnerschaft mit den beiden Nachbargemeinden. Am 30 Juni beschloß der Rat der Stadt Köln gegen den heftigen Widerstand der CDU die Städtepartnerschaft mit Corinto und El Realejo. Am 4. November fand im historischen Hansasaal des Kölner Rathauses in Anwesenheit von Oberbürgermeister Norbert Burger, Oberstadtdirektor Kurt Rossa und den beiden Bürgermeistern aus Corinto und El Realejo Ramon Garache und Carlos Silva die feierliche Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden statt.

Während dieser Jahre wurden von Köln aus zahlreiche Hilfsprojekte in den Partnerstädten unterstützt. Insgesamt wurden alleine von Köln aus 5 Schiffscontainer mit Hilfsgütern, Sachspenden, Medikamenten, Medizinischen Geräten, Werkzeugen und Maschinen für TESCO, 2 Krankenwagen, Schulmaterial, Kleidung u.a. nach Corinto geschickt. In weitere Container, die von Rotterdam auf die Reise gingen, wurden Güter aus Köln beigepackt. Daneben bemühte sich Oberbürgermeister Burger bei der Bundesregierung um die Aufnahme von Corinto und El Realejo in ein Hilfsprogramm durch das Corinto ein neues Krankenhaus erhielt und die Trinkwasserversorgung der Stadt durch kilometerlange neue Leitungen, die das alte marode Leitungsnetz ersetzten, gewährleistet wurde. In diesen Jahren wurden die Partnerstädte von verschiedenen Naturkatastrophen heimgesucht, wie Aschenregen nach Vulkanausbrüchen , Erdbeben, Unwetter mit überflutungen und Seebeben, die ebenfalls Teile von Corinto überschwemmten. Auch in diesen Fällen liefen regelmäßig Hilfsmaßnahmen aus Köln an. Die Ausbildungswerkstatt TESCO schloß mehrere Ausbildungsgänge mit Lehrlingen ab. Insgesamt wurden dort über mehr als 6 Jahre über 150 Jugendliche ausgebildet und beruflich qualifiziert. Leider wurde das Projekt durch eine unfähige Leitung vor Ort und durch unverantwortliche Entscheidungen der damals amtierenden Gemeinderäte fast zu Grunde gerichtet.

Der Städtepartnerschaftsverein wechselte mehrmals seine Büroräume. In der Anfangsphase fand er Unterschlupf in einigen Kellerräumen der ESG. Später bezog der Verein Büros in der Bobstraße und Am Duffesbach und kehrte im Jahr 2000 in die Bobstraße zurück. In dieser Zeit arbeiteten über 10 Jahre insgesamt 6 hauptamtliche Kräfte auf ABM-Basis für den Verein. Nur durch diese personelle Ausstattung war es möglich, die Vielzahl von Projekten in Nicaragua und die vielen Aktivitäten hier, darunter kulturelle Großveranstaltungen mit namhaften Künstlern wie Ernesto Cardenal, Gioconda Belli, Bab, Bläck Fööss, Grupo Sal u.a. durchzuführen. Viele der Veranstaltungen zählten hunderte Besucherinnen und Besucher. Einige der oben genannten Künstlerinnen und Künstler traten mehrmals in Köln bei Veranstaltungen des Vereins auf.

Seit Frühjahr 1994 unterstützt der Städtepartnerschaftsverein als herausragendes Projekt das „Frauenhaus AMNLAE Corinto“. Für dieses Projekt konnte der Verein zusammen mit einer Frauengruppe aus Rotterdam das Gebäude in Corinto kaufen, in dem das Frauenhaus seit Jahren arbeitet. Im Winter 2000 wurde eine Sanierung des Gebäudes und die Anschaffung von neuen Einrichtungsgegenständen durch Zuschußmittel des Landes NRW möglich. Insgesamt konnten in den letzten Jahren erhebliche Geld- und Sachmittel zum Erhalt des Frauenhauses und seiner Arbeit beschafft werden. Nach wie vor gibt es funktionierende Schulpartnerschaften zwischen Schulen in Köln und Corinto und El Realejo. Mit Hilfe der Europäischen Gemeinschaft war es vor einigen Jahren möglich ein für unsere Verhältnisse großes Schulprojekt in den Partnerstädten durchzuführen.

Seit 1997 gibt es darüber hinaus Landesmittel im Rahmen des Gemeindefinanzierungsgesetzes (GfG) des Landes NRW für Entwicklungshilfeprojekte und Entwicklungspolitische öffentlichkeitsarbeit hier, die über die Stadt Köln verteilt werden. Mit diesen Geldern, die der Verein bis heute regelmäßig beantragt, war es möglich, viele wichtige soziale Projekte in den Partnerstädten durchzuführen und Aufklärungsarbeit in Köln zu leisten. So erstellte der Partnerschaftsverein zusammen mit der Kölner Fotografin Cordelia Dilg und dem Grafiker Wolfgang Wittor die Fotoausstellung „Corinto und El Realejo: Sehnsucht nach Zukunft“ die im Oktober 1998 im Rathaus zu Köln feierlich durch den Oberbürgermeister eröffnet wurde und anschließend bis heute in vielen Schulen und Institutionen gezeigt wurde.

Im Herbst 1999 wurde ganz Mittelamerika von dem verheerenden Hurrikane MITCH heimgesucht. So auch Nicaragua und die Partnerstädte. Der damalige Oberbürgermeister Burger setzte zusammen mit der Kölner Presse eine beispielhafte Spendensammlung in Gang, die fast 1 Million DM erbrachte. Auch bei unserem Verein gingen Spenden ein. Mit diesem Geld konnte die größte Not vieler Menschen gelindert werden und viele konnten sich durch die Hilfe eine neue Existenz aufbauen.

Ein vorläufiger Höhepunkt im Jahre 2001 war im Mai der Besuch von Maria Elena Argenal, der Koordinatorin des Solidaritätsbüros in Corinto, die schon seit vielen Jahren zahlreiche Projekte erfolgreich geleitet und abgewickelt hat. Dieser Besuch war sehr erfolgreich und hat viele Menschen in Köln, Privatpersonen, Politiker, Presse und Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen erneut auf die Partnerstädte im fernen Nicaragua aufmerksam gemacht.

20 Jahre Städtepartnerschaft

1988-2018 30 Jahre Städtepartnerschaft
a 30 años seguimos creciendo en Hermandad

Anlässlich der 30-Jahr-Feier von fünf Kölner Städtepartnerschaften am 01. September 2018 stellt der Moderator und Journalist Dr. Achim Schmitz-Forte folgende Fragen an uns:

„Wozu (noch) Städtepartnerschaften?“
oder
„Rolle, Bedeutung und Perspektive der Städtepartnerschaftsbewegung im
21. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung dissoziativer (im Sinne einer Störung des geordneten Zusammenspiels von nationalen Zielen / Handlungen und subsidiären/individuellen Handlungsoptionen) Tendenzen zwischen Globalisierung und Re-Nationalisierung“

Leitfragen

  • Warum gibt es die Partnerschaft?
  • Wer waren die damaligen Akteure?
  • Besondere Projekte des Vereins?

Warum gibt es die Partnerschaft?

Vielleicht vorausgeschickt: Warum gibt es überhaupt einen „Verein“ um eine Partnerschaft zu gestalten?

Dazu ein Begründungsversuch:

Bei einer Vereinsgründung handelt es sich um die Institutionalisierung von individuellen Bedürfnissen, Interessen von Personen und Menschen, die über die nationalen Grenzen hinweg miteinander in Kontakt bleiben wollen.

Ein Verein ist aufgrund seiner formalen, demokratischen Struktur mehr als eine individuelle Meinungsäußerung. Er ist auf Dauer angelegt und kann zivilgesellschaftliche Themen und Ziele auf die politischen Ebenen bringen und damit das Zusammenspiel zwischen nationalen, globalen und individuellen Interessen stärken und den dissoziativen Tendenzen entgegenwirken.

In unserem Fall Nicaragua

Nicaragua liegt in Zentralamerika. Flächenmäßig ist es das größte, aber auch am wenigsten besiedelte Land Zentralamerikas. Rund 6 Millionen
Menschen leben dort. Der Städtepartnerschaftsverein ist ein Kind der nicaraguensischen Revolution von 1979.

Nach der langen Diktatur unter Somoza gelang der breiten sozialen, politischen und demokratischen Befreiungsbewegung eine demokratische Entwicklung in einem der ärmsten Länder Lateinamerikas. Ca. 8 Jahre bevor es zu einer offiziellen Städtepartnerschaft kam, gab es eine Vielzahl von Menschen, die sich aus christlichen, gewerkschaftlichen und sozialistischen Überzeugung zur Unterstützung dieser Befreiungsbewegung als „Nicaragua Koordination“ organisierten.

Unsere Partnerschaft gibt es also, um die Menschen und Organisationen zu unterstützen, die die soziale Gestaltung ihrer Lebensverhältnisse in die Hand genommen haben.

Diese Partnerschaft besteht nun seit 1988 und ist  über alle politischen Wenden lebendig geblieben. Verantwortung und Solidarität ist nicht an politische und andere Konjunkturen gebunden. Das gilt auch heute. Es ist für uns gerade jetzt eine schwierige Zeit, in der die nationale Regierung sich zu einem autokratischen System entwickelt und die freie zivilgesellschaftliche Entwicklung massiv beeinträchtigt wird.

In diesem Jahr 2018 hat sie eine neue Krise zu meistern. Wir betrachten die aktuelle Situation in Nicaragua aus zwei Perspektiven:

  • Zum einen sehen wir die politische Entwicklung unter der Regierung Ortega/ Murillo und die anhaltenden politischen und sozialen Auseinandersetzungen. Dabei wissen wir, dass man sich in der Entwicklungszusammenarbeit die jeweilige Regierung nicht aussuchen kann. Wir werden aber für uns das Recht in Anspruch nehmen, diese kritisch zu beobachten und vorliegende Informationen öffentlich zu machen.
  • Zum anderen kennen und sehen wir die Wirkung unserer Projekte in Corinto und die konkrete Lage der dortigen Bevölkerung

Die Unterstützung von Projekten und die Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort können wir uns aussuchen; dies praktizieren wir in der Städtepartnerschaft seit 30 Jahren erfolgreich und unabhängig von den jeweiligen nationalen Regierungen. Diese Zusammenarbeit fußt auf einer breiten Vertrauenskultur in der Gemeinde, die weit über einzelne Personen hinaus in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen verankert ist. Auch heute gilt:

Unsere Partnerschaft gibt es, um die Menschen und Organisationen zu unterstützen, die die soziale Gestaltung ihrer Lebensverhältnisse in die Hand genommen haben.

Die Akteure von damals:

Wie oben erwähnt war es eine Vielzahl von Menschen, die sich aus christlichen, gewerkschaftlichen und sozialistischen Überzeugung zur Unterstützung dieser Befreiungsbewegung als „Nicaragua Koordination“ organisierten. Entscheidend war, dass sie den politischen Schritt durch setzten, den „Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Corinto/El Realejo“ zu gründen.

Das Jahr 1988 krönte schließlich die Bemühungen um die Gründung einer Städtepartnerschaft mit Nicaragua. Vom 12. bis 14. April fuhr der damalige Oberbürgermeister Norbert Burger zu einem Freundschaftsbesuch nach Corinto. Dort erklärte er seine Bereitschaft, eine Städtepartnerschaft mit Corinto einzugehen. Auf Wunsch der Gastgeber sollte die Nachbargemeinde El Realejo in die Partnerschaft mit einbezogen werden. Burger entsprach diesem Wunsch. So kam es zu der bisher in Köln einmaligen Doppelpartnerschaft mit den beiden Nachbargemeinden. Am 30 Juni beschloss der Rat der Stadt Köln gegen den heftigen Widerstand der CDU die Städtepartnerschaft mit Corinto und El Realejo.

Am 4. November fand im historischen Hansasaal des Kölner Rathauses in Anwesenheit von Oberbürgermeister Norbert Burger, Oberstadtdirektor Kurt Rossa und den beiden Bürgermeistern aus Corinto und El Realejo Ramon Garache und Carlos Silva die feierliche Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden statt.

Die Bindung an die sozialen und humanen Ziele ist bis heute Bestandteil der DNA unseres Vereins, die wir heute in den politischen Referenzsystemen der SDG’si und insbesondere in den Umwelt- und klimapolitischen Vereinbarungen sehen. Aktuelles Zitat des Vereinsgründers Helmut Schaaf: „Wir haben zu Beginn der Nicaragua Arbeit und auch bei der Anbahnung der Städtepartnerschaft über unsere eigenen Wünsche und Befindlichkeiten“ immer auch geschaut, was um uns herum in der Welt
passiert.“ Das tun wir auch heute.

Besondere Projekte des Vereins

Wir unterstützen soziale und entwicklungspolitisch bedeutsame Projekte in und mit unseren Partnerstädten und fördern den Kultur-und Jugendaustausch. Das entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit dem Referat für Internationales der Stadt Köln und unseren Partnern in Corinto bzw. El Realejo.

Über die 30 Jahre hinweg sind es eine Vielzahl von Projekten, die den Rahmen einer Aufzählung sprengen. Sie lassen sich kategorisieren nach sozialen und infrastrukturellen Projektzielen, die hier kurz genannt werden und sich auf unseren beiden websites: www.koeln-corinto.de und www.somos-wir-sind.de nachvollziehen lassen.

1. Soziale Projekte

Centro de Menores in Corinto, ein Jugendzentrum mit der Aufgabe, begleitende berufsorientierte und kompetenzfördernde Angebote für benachteiligte Jugendliche anzubieten. Unsere Unterstützung:

  • Die regelmäßig institutionelle finanzielle Unterstützung durch die Mitgliederbeiträge und Spenden des Vereins
  • Die Förderung des Cafetín Kerpen durch das Gymnasium Kerpen -Die Förderung des Fachkräfteaustausch -Unser ausgezeichnetes zirkuspädagogisches Projekt „Somos–wirsind!“
  • Der Circo Colorinto
  • Die Förderung des CircusCentroCorinto
  • Jährliche Jugendbegegnungen

2. Infrastrukturprojekte zum Klimafolgenschutz

Klimaschutzvereinbarung zwischen den Städten Köln-Corinto/El Realejo mit folgenden Teilprojekten:

  • Mangrovenschutz
  • Verbesserung der Abfallwirtschaft
  • Küstenschutz
  • Katastrophenschutzzentrum

3. Sonstige Projekte

  • Medizinische Einrichtungen für minderjährige schwangere Mädchen
  • Einzelmaßnahmen in den Hospitälern
  • Koordination der Projekte des Katholikenausschuss Köln

Unser Verein verbindet Länder und Menschen

Kölns ehemaliger Oberbürgermeister Norbert Burger hat einmal gesagt. „Die Städtepartnerschaft ist ein Beitrag zur Völkerverständigung und Friedenspolitik.“ In unserem Verein sind Kölner BürgerInnen quer durch alle sozialen und politischen Schichten und Altersgruppen aktiv, die sich an diesem Ziel orientieren und wir gemeinsam an diesem Ziel die konkrete Zusammenarbeit mit unseren Partnern ausrichten.

 


 

por qué existe este hermanamiento ó El por qué de éste hermanamiento ?

En los años previos a la revolución y de acuerdo al contexto político y posteriormente económico después del triunfo, un grupo de jóvenes nicaragüenses que estudiaban en Colonia liderados por Enrique Smith C., junto a otro grupo de jóvenes coloneses inician el apoyo a esta joven revolución, y específicamente en el pequeño municipio de Corinto, los que salían de 40 años de tiranía donde el pueblo unido derroco a Anastasio y esta tierno proyecto fue brutalmente agredido económicamente con el bloque económico Norteamericano y así como la agresión directa con el financiamiento a la contrarrevolución, todo esto incentivo a estos jóvenes para impulsar acciones concretas: envió de cuadernos, lápices, construcción de escuelas, caminos, centros de salud todo dentro del contexto político y social que Nicaragua vivía en esos momentos. Podemos decir que el Hermanamiento surge de la necesidad de ayudar al pueblo Corinteño en sus necesidades básicas: escuelas, educación y educación (hermanos ayudando hermanos sin barrera de raza, económica, religiosa o social).

Ya el 05 de noviembre del 1988 este Hermanamiento de Colonia-Corinto-El Realejo como, fortalecido y convencido que su esfuerzo estaba contribuyendo al desarrollo de este pequeño municipio fue formalizado por los Alcalde Ramon Alberto Garache de Corinto, Carlos Alberto Silva Fajardo, Realejo, Norbert Burger, Alcalde Mayor de Colonia y Kurt Rossa, Vice Alcalde de Colonia el 05 de noviembre de 1988 y el cual fue ratificado el 12 de agosto del año 2013 por los Alcaldes: Absalón Martínez Navas –
Corinto, Carlos Peña Castillo – El Realejo y Jurgen Roters – Colonia.

Actualmente este Hermanamiento se trabaja con dos directrices paralelas la cuales avanzan hasta el momento en igual de condiciones y en ejecución, supervisión de proyectos financiados desde Colonia:

La Primara Directriz es Gubernamental donde el Hermanamiento trabaja de Gobernanza local a Gobernaza local ósea de Alcaldía a Alcaldía, con fondos sean de la Municipalidad y del Gobierno Federal Alemán. Esta directriz está sujeta a voluntad política de ambas partes. Proyectos ejecutados en los últimos años:

  • Laboratorio de Computación en Municipio de Corinto y Realejo. 2005.
  • Laboratorio Computación en Rev. José Shendell del Realejo, 2014.
  • Laboratorio Computación Centro de Menores de Corinto 2015.
  • Laboratorio de Ciencia y Química Instituto Nacional Azarías Henry Pallais de Corinto, 2011.
  • Ampliación y Mejoramiento del Área de labor y parto del Hospital Primario Rev. José Schendell de Corinto, 2010.
  • Proyecto de Basura Municipio del Realejo, 2013-2014.
  • Construcción de Centro de Albergue y atención humanitaria ante desastres naturales en el municipio de Corinto, 2012-2013.
  • Mejoramiento y Regeneración del dique costero del Municipio de Corinto, 2014-2017.
  • Reorganización de los Residuos sólidos para los Municipios de Corinto y El Realejo, 2017-2018.

La segunda directriz está compuesta por la Sociedad Civil, y esta no está sujeta a cambios de Gobiernos si no a voluntad de los colaboradores, podríamos decir que esta parte del hermanamiento se conoce como ASOCIACION DE HERMANAMIENTO, la cual tiene una Junta Directiva y se rige por las leyes alemanas, y tiene su contraparte en la Sociedad Civil de Nicaragua a través de la Asociación Comunal Centro de Menores de Corinto que es por donde se canalizan todos los proyectos que se han ejecutado a través de esta directrices pudiendo mencionar los mas relevantes en estos últimos años:

  • Talleres del centro de Menores de Corinto: Belleza, Manualidades, Reciclaje, Computación, Arte Circense. 2014-2018.
  • Construcción de Lavandería Hospital Rev. José Schendell B.
  • Proyecto SOMOS 2005-2017
  • Clima Clown: 2016
  • Proyecto Cafetín Kerpen: 2015
  • Proyecto Protege tu Mangla 2015-2017
  • Proyecto Ampliación y Restauración del Departamento de Ginecología para jóvenes en riesgo en el municipio del Realejo, 2018.

Ambas Asociaciones aglutina a otros actores locales de la Sociedad Civil: Colegio Kerpen, RADELITOS de la Escuela Willy Brand, Colegio Cristiano Guillermo Delgadillo, circo COLORINTO, Movimiento Ambientalista Guardabarranco, Colegio Alemán Nicaragüense, entre otros.

Papel, significado y perspectiva del movimiento de hermanamiento de ciudades en el Siglo XXI con especial énfasis en las tendencias disociativas entre la globalización y la renacionalización.

El papel del Hermanamiento en los últimos años, traspone la frontera social, económica, cultural y ambiental. Todo esto de acuerdo a la diferente coyuntura que se vive actualmente nuestro país y a nivel mundial y que de una manera u otra a pesar de las diferencias por todos conocidos entre ambos países hermanos, algunos aspecto nos afectan por igual.

Podemos mencionar que anteriormente los Coloneses venia a Nicaragua a trabajar, apoyar y capacitar en diferentes temáticas, actualmente viajan Corinteños especialmente jóvenes y algunos adultos profesionales a capacitarse en diferente aspectos culturales y ambientales para luego poner en práctica acá.

A pesar de que la Nicaragua de hoy no es la misma de los ochentas teniendo un avance sustancia en infraestructura y economía, aun existe grandes problemas sociales los cuales se agravan aun por la situación ambiental que se vive a nivel mundial nos afecta a todos, por lo cual es necesario fortalecer el apoyo de los proyectos y acciones que se ejecutan en beneficio de la población Corinteña y que en algunas situaciones no se cuenta con los recursos para llevarse a su fin.

Ya en el año 2012 con la puesta en marcha del Programa 50 Cooperaciones para el Clima, impulsada por el Gobierno Alemana, ambas ciudades hermanas con diferencias significativas logran desarrollar un Plan Conjunto para el Clima es la primera vez que ambas ciudades desarrolla por igual un plan, del cual ya se han ejecutados diferentes proyectos. La importancia de este plan, no solo es que se han ejecutado proyectos conjuntos, sino que también han despertado el interés del Gobierno de Nicaragua; como es el Caso del Proyecto de Regeneración del dique costero a través de la instalación de Geotubos del cual del Tesoro Nacional a invertido casi un millón de euro en la continuidad del mismo. Creado esto un interés además de local y interés de nación lo cual asegura la sostenibilidad de los proyectos que se están ejecutando.