Klimaschutz

Klimawissenschaftler, Politiker, Umweltverbände und ihre Aktivisten befürchten die Folgen der globalen Erwärmung als bedrohlich; sprechen von einer drohenden Klimakatastrophe . Längst ist die Klimapolitik das globale Spitzenthema. Für viele stellt sich der Schutz vor den Folgen des Klimawandels als vorranige Aufgabe. Hierzu zählen der Schutz von Städten, die von den Folgen eines drastischen und andauernden Meeresspiegelanstiegs konkret bedroht sind. Zunehmend werden daher Städte und Kommunen und lokale Verbände und Vereine als Akteure gebraucht. Siehe auch:

https://skew.engagement-global.de/foerderprogramm-fuer-kommunale-klimaschutz-und-klimaanpassungsprojekte.html

Klimapartnerschaft zwischen Köln und Corinto/El Realejo

Die Kommunale Klimapartnerschaft zwischen den Partnerstädten Köln und Corinto/El Realejo in Nicaragua ist aus einer Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung entstanden.

Die Initiative hat das Ziel, deutsche Kommunen für Klimapartnerschaften mit Afrika, Lateinamerika und Asien in Kontakt zu bringen, um „bottom up“ die Klimaschutzpolitik der Nationen zu fördern. Dazu wurde in langen Kongress- und Diskussionsprozessen das Projekt „50 Kommunale Klimapartnerschaften bis 2015“ entwickelt, das seit 2011 von der Engagement Global gGmbH durchgeführt wird. Auftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Vertiefte Informationen finden Sie hier: https://skew.engagement-global.de/kommunale-klimapartnerschaften.html

Starke Partnerschaften

Der Grundgedanke ist, die fachliche Zusammenarbeit von Kommunen in Deutschland mit ihren Partnerstädten in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung zu stärken. Die konkreten Projekte werden dabei systematisch in die bestehende kommunale Partnerschaftsarbeit integriert. Dazu erarbeiten die Kommunen gemeinsame Handlungsprogramme mit Zielen und Maßnahmen.

Nun haben solche Projekte keine vordringliche kommunale Priorität, daher öffneten sich die Kommunen nur zögerlich. Treibende Kräfte in der Entwicklung sind die Vereine. Daher beschlossen unser Städtepartnerschaftsverein, auf die Verwaltung und die Kölner Politik zuzugehen, um eine Beteiligung zu erreichen.

In Corinto gab es klare Vorstellungen, was für die Bürger absoluten Vorrang hatte: Der Anstieg des Meeres und die drohenden Tsunami-Gefahren sind Folgen des Klimawandels. Die Stadt liegt nur knapp über dem Meeresspiegel und der Schutz der Bevölkerung hat absoluten Vorrang. Mit diesen klaren Vorstellungen kamen anlässlich der 25jährigen Städtepartnerschaft der Bürgermeister von Corinto, Absalon Martinez, der Stadtdirektor Richard Martinez und der Stadtplaner Hector Romero nach Köln. Ein gemeinsames vordringliches Handlungsprogramm war schnell entwickelt. Es umfasst die Bereiche:

  • Katastrophenschutz
  • Küstenschutz
  • Schutz der Ökosysteme
  • Reorganisation der Abfallwirtschaft zur Beendigung der Zerstörung der Mangrovenwälder
  • geregelte Wasserversorgung

Die Vereinbarung diente in der Verwaltung der Stadt Köln und dem Rat als Vorlage für eine Reihe von klimapolitischen Projekten. Diese sind:

  • Ausbau des Circus-Zentrums zum Katastrophenschutz-Zentrum
  • Schutz der Küste durch die Verlegung von 1.900 Metern „Geotuben“ als Schutzwall vor den Fluten des Pazifik und zur Rückgewinnung von Land
  • Schutz der Ökosysteme / Schutz der Mangrovenwälder durch Bildungsmaßnahmen, Kampagnen und Wiederaufforstung
  • Reorganisation der Abfallwirtschaft  in Corinto und El Realejo
  • Reorganisation der Abwasserentsorgung- und Wasserwirtschaft

 

Das Handlungsprogramm Klimaschutz

Zur Umsetzung dieser Ziele vereinbarten die Städte Köln und Corinto/El Realejo ein Handlungsprogramm mit folgenden Oberzielen: Katastrophenschutz - Schutz der Ökosysteme - Abfallmanagement - Reduzierung CO2-Ausstoß - Trinkwasserversorgung

Hier zeigen wir Auszüge aus der Fortschreibung des Handlungspgrammes im November 2017

Fallstudie der Technischen Hochschule Köln

Eine Studiengruppe des ITT-Instituts der Technischen Hochschule Köln legt dieses Forschungsprojekt zur Küstensicherung in Corinto und El Realejo vor. Alle Teilnehmer*innen gaben uns die Erlaubnis, die Arbeit zu veröffentlichen. Ich füge die Projektbeschreibung sowie die Arbeit selbst in der Originalfassung bei ( Nature-Based Solutions & Engineered Infrastructure for Risk Reduction in Coastal Areas - A Case Study in Corinto, Nicaragua) Allen TeilnehmerInnen herzlichen Dank!

Die Projektarbeit konzentriert sich auf die folgenden Ziele:

– Analyse des bestehenden Managements der Küstenzone von Corinto/El Realejo in Bezug auf: Kartierung der am Küstenmanagement beteiligten Interessengruppen – Analyse der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen und Planungsverfahren

– Analyse des bestehenden Küstenmanagementkonzeptes – Bewertung bestehender Küstenschutzmaßnahmen (engineered/nature- based/hybrids) – Analyse von Lücken und Bedürfnissen für ein integriertes Küstenzonenmanagement

– Entwurf eines vernünftigen gemeindebasierten Küstenzonenkonzepts unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Nutzungen der Küstengebiete in Corinto: Definition von Kriterien und Indikatoren für eine nachhaltige Küstenzonenplanung und Entwicklung eines Konzepts für die Beteiligung der Gemeinschaft

Hier die Arbeiten im Original: P1160_Final_Report_Corinto_Nicaragua_Nehren_Wiedemeier

P03_Contextual Implementation of ICZM in Nicaragua_Wiedemeier_Nehren

 

Klimaschutz
Mangrovenschutz in Corinto

Mangroven

Projektarbeit vor Ort

Corinto und El Realejo sind umgeben von Mangrovenwäldern. Mangroven erfüllen wichtige Funktionen im Ökosystem: Sie wandel große Mengen Kohlendioxid in Sauerstoff um und bieten Fischen und Krustentieren unter ihren Wurzeln Lebensraum. Leider werden in Corinto und El Realejo

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Klimaschutz
Klimaschutz durch Abfallwirtschaft

Abfallwirtschaft

in Corinto und El Realejo

Das Projekt zur Reorganisation der Abfallwirtschaft ist unser jüngstes Projekt. Ende September 2016 erhielten wir den Zuschlag, dieses weitere Projekt zu beginnen.

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Klimaschutz
Küstenschutzprojekt

Küstenschutz

durch den Einsatz von Geotuben

In Costa Rica trafen sich 2012 auf Einladung der "Servicestelle Kommunen" deutsche und lateinamerikanische Städte-Partner zur ersten gemeinsamen Konferenz "50 Klimapartnerschaften bis 2015" , um einen Entwicklungsprozess für Projekte zum Klimafolgenschutz anzustoßen.

zum Projekt
Klimaschutz
Katastrophenschutz­zentrum

Bau eines Katastrophenschutzzentrums

Es begann mit einem Zirkuszentrum …

Die Pazifikstaaten und ihre Städte müssen Vorsorgemaßnahmen für die Folgen des Klimawandels treffen. In Nicaragua heißt das konkret: Durch die Klimaerwärmung steigen die Meere an und damit auch die Gefahr von Überflutungen.

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